Samstag, 9. Januar 2016

Mittwoch, 13. Februar 2013

Literaturagenturen, Lektorate, Verlage (Begutachtung, Bearbeitung, Vermittlung, Veröffentlichung), worauf Autoren achten sollten

(Neubeginn Lektorat und Literaturagentur demnächst)

Warum nicht einfach gleich fertige Texte an Verlage oder unvorbereitet an Literaturagenturen schicken (am besten gleich an mehrere)?

Nun, dazu würden wir nicht raten, denn es gibt beim Versuch der erfolgreichen Veröffentlichung eines Werkes äußerst gefährliche bis tödliche Klippen:

Wer sich als Autor mit seinem Manuskript unbedarft und vorschnell gleich ohne Weiteres an einen Verlag oder an eine Literaturagentur wendet und auf Veröffentlichung und Bucherfolg hofft, wird in den allermeisten Fällen sehr enttäuscht werden.
Obwohl die Arbeit möglicherweise viel zu bieten hat und vielleicht nur noch gezielt letzte Schliffe und Änderungen benötigt, landet sie nur zu oft im Lektoren-Papierkorb der Adressaten oder wird fast kommentarlos zurückgeschickt. Chancen sind vertan, und ständig weiteres Herumreichen des Manuskripts führt lediglich zum völligen "Verbrennen" und "Verreißen" der manchmal jahrelang erarbeiteten eigenen Werke - mit das Schlimmste, was dem Autor passieren kann -, so wie es einem Immobilienverkäufer ergeht, der seine Immobilie wie Sauerbier herumreicht aber so gut wie nie zum Erfolg kommt. Denn ist das Objekt erst mal verrissen, ist es auch "gestorben", selbst wenn es eigentlich gut ist.

Eine weitere Endstation für ein sonst gutes Werk sind die Fänge von sogenannten Zuschussverlagen. Da diese "Verlage" niemals vorhaben, ihr Geld für eine tatsächliche Veröffentlichung einzusetzen sondern sich lediglich unmittelbar am oft ohnehin schmalen Geldbeutel des Autors bereichern wollen, kann man hier nicht von einem Verlag sprechen - allenfalls von Betrügern und dubiosen Dienstleistern für billig geschusterte und teuer (oft im Paketpreis für mehrere Tausend Euro) dem Autor selbst verkaufte, meist digital hergestellte, Druckausgaben seines Manuskripts. Von Anfang an wird der Autor hier mit fadenscheinigen, verlogenen Begründungen und Versprechungen vertraglich zu unseriösen und überflüssigen Zahlungen überrumpelnd verpflichtet.

Es gibt allerdings auch einige bekannte und weniger bekannte Institutionen, die hier nicht unbedingt als reine Zuschussverlage im oben beschriebenen Sinn bezeichnet werden sollen, welche Autoren aber unter scheinbar sehr günstigen Bedingungen ködern, indem sie ebenfalls anbieten, Buchausgaben ihrer Werke digital, also on demand prints, herzustellen und zu veröffentlichen - für wenig oder gänzlich ohne weitere besondere Vorkosten.
Dafür wird eine ISBN-Nummer zugeteilt und die üblichen Rahmenbedingungen wie Pflichtexemplare und Aufnahme in das Verzeichnis lieferbarer Bücher erledigt etc., und das Buch kann über dieses Netzwerk und direkt überall im Handel bestellt werden.

Leider hat die Sache aber mehrere Haken.
Einerseits werden als Herausgeber und Verleger genau diese Netzwerke genannt, die in der Regel auf dem Literaturmarkt nicht als wirklich echte Verlage angesehen werden.
Andererseits binden sich die Autoren für eine gewisse oder nicht selten auch undefinierbare Zeit mit erheblichen Anteilen ihrer Rechte und erhalten über diese Netzwerke erst dann Honorare, wenn verkauft wurde und Vertriebs- u. herstellungskosten komplett abgezogen wurden. Die eigene notwendige, richtige Übersicht fehlt dabei letztlich oft. Den Autoren werden "Honorare" gezahlt, die mit bis zu 50 % angegeben werden - aber nach Abzug aller angeblich und tatsächlichen Kosten und Anteile dieser "Herausgeber" und unter dem Strich verbleibt auch nur maximal der übliche Autorenanteil, der bei um die 10 % vom Verkaufspreis liegt. Mitunter werden sehr undurchsichtige Kosten angeführt. Honorarvorschüsse, wie bei richtigen Verlagen gang und gäbe, sind natürlich kein Thema.
Den verständlichen Wunsch, ein Buch zu veröffentlichen, und das möglichst ohne wesentliche eigene Investitionen, glauben sich manche Autoren damit zu erfüllen, dass ihr Buch als Druckausgabe vorliegt und über den Handel und im Internet bestellt werden kann, - und genau das machen sich geschäftstüchtige Firmen zunutze, indem sie ihre vielversprechenden Angebote - alles aber nur gewitzte Modelle für Verkauf und Dienstleistungen - entwickeln. Mit Literatur und deren professionelle Veröffentlichung hat das meist nicht viel zu tun.
Den Löwenanteil daraus (und noch mehr aus etlichen Dienstleistungs-Nebenangeboten) verdienen diese Netzwerke und deren Partner. Für sie rechnet sich jedes einzelne Buchexemplar und jede einzelne "Dienstleistung", jedes einzelne abgeschwatzte und umgemünzte Aurorenrecht - wie etwa nicht mehr zu kontrollierende Lizenzen ins Ausland -, und je mehr verschiedene Autoren sich beteiligen umso größer ist die gesamte, den dienstleistenden "Verlegern" gewinnbringende "Auflage" - während die tatsächliche eines einzigen Titels - und damit die Einnahme des Autors - sich fast immer in sehr bescheidenen Grenzen hält.
Werbung gibt es weder für Buch noch Autor.

Bestimmte "Literaturagenturen" haben da noch eine andere Masche auf Lager. Sie lassen sich die erste "fachmännische" Beurteilung eines Autorenmanuskripts im Umfang von gerade mal 3 bis 6 Seiten teuer bezahlen, meist nicht unter mehreren Hundert Euros, statt hier kostenlos in Vorleistung zu gehen oder, wenn die Unterstützung sich zunächst auf Korrektorat und Bearbeitung bezieht, das Komplettwerk für eine angemessene Honorarleistung gemeinsam mit dem Autor zu bearbeiten. Sie sagen sich, wenn schon kein Agenturvertrag zustande kommt oder finanziell Sinn macht, dann wenigstens mühelos, ohne Aufwand, ohne wirklichen fachlichen Hintergrund, am Autor verdienen.

Bedeutende und seriöse Agenturen und Verlage arbeiten nicht mit solchen faulen Tricks und schwatzen ahnungslosen Autoren derlei nicht auf. Allerdings fassen sie auch ein bereits herumkursierendes Werk, welches dazu bereits durch die Finger der einschlägigen Geschäftemacher gegangen ist - wenn überhaupt - nur mit sehr spitzen Fingern an.

Was bleibt, ist eine Buchleiche und die Illusion des Autors, ein Buch veröffentlicht zu haben. Wer als angehender Schriftsteller diesen Weg geht, dem kann nur geraten werden, ein Pseudonym zu verwenden. Probieren, was geht, mit dem einen oder anderen Titel, unter Pseudonym - um ohne nennenswerte Investitionen Erfahrungen zu sammeln und zu lernen, vielleicht auch etwas zu verdienen - warum auch nicht. Doch eine wirklich hoffnungsvoll gute Arbeit, die verdächtig ist, durchaus gute Auflagen zu erzielen, hat in einer solchen Vermarktungskonstruktion nichts verloren.

Wenn letztlich alle Anstrengungen, einen richtigen und passenden Verlag zu finden, scheitern, kann ein Autor immer noch versuchen, das eigene Werk selbst zu veröffentlichen, im Selbstverlag - für das Geld, was er den entsprechenden Netzwerken und "Verlagen" sonst dafür gezahlt hätte. Eine eigene ISBN-Nummer und der Weg in den Handel sind auch selber zu schaffen. Die Kalkulation kann optimiert werden, Verkaufserlöse kommen über den seriösen Handel sicher auf das eigene Konto, oder Bestellungen werden direkt beim Autor getätigt. Dieser könnte sich zweckmäßigerweise eine eigene Autorenhomepage zulegen, die nicht aufwendig zu sein braucht. Neben weiteren Initiativen bedeutet dies beste Werbung und effiziente Bestellmöglichkeit direkt bzw. über einen Link zum vernetzten Buchhandel, wofür das Buch neben der obligatorischen ISBN-Nummer natürlich beim Buchhandel gelistet sein muss.
Dafür nutzt man letztlich das Verzeichnis lieferbarer Bücher, in welchem der Titel eingetragen wird. All dies, was mit einer eigenen profimäßigen Veröffentlichung zusammenhängt, ist unkompliziert und von den Autoren, die sich auch als Selbstverleger versuchen, leicht zu erlernen. Vor dieser Variante einer Veröffentlichung sollten allerdings auf jeden Fall alle Möglichkeiten über eine Literaturagentur oder Verlag genutzt werden, wenn man nicht - wie oben beschrieben - das "Verbrennen" seines Werkes riskieren will.

Abzuraten ist von allen einfachen "Veröffentlichungen" ohne die richtige, rechtlich gesicherte und auch vertrauenswürdigere Herausgabe eines Buches, hinter dem der Autor wirklich mit seiner Person und einem guten Verlag steht. Also Finger weg von ungeschützten E-Book-Veröffentlichungen und selbst gebastelten Druck-Kladden.
E-Book-Exemplare - auch kopiergeschützt - sollten, wenn überhaupt, erst nach der echten Hauptveröffentlichung eines Drucks lediglich zu dessen Ergänzung angeboten werden, oder die Entscheidung dazu verbleibt beim Verlag. Insbesondere werden die E-Books dann der Werbung, somit dem Bekanntheitsgrad von Titel und Autorennamen dienen.
Beim alleinigen Vertrieb als E-Book muss mit Sicherheit von der Tatsache ausgegangen werden, dass kaum jemand so ein Werk ernst nimmt, wenn es nicht zumindest bereits als Rarität gehandelt wird.
Wenn ein Buch nicht irgendwann bei einem echten, möglichst bekannten Verlag erschienen ist, bestehen unüberwindliche Vorurteile, für die Masse der Leser bleibt das Werk unseriös, wie interessant es auch sein mag. Insbesondere, wenn der Autor nicht bekannt ist.

Man kann dies mit einem anderen, ähnlichen Phänomen vergleichen:
Wer eine sehr urige Kneipe betritt, geht meist dennoch gleich oder bald wieder heraus, wenn darin kein einziger weiterer Gast sitzt und auch niemand oder nur wenige Leute über eine längere Zeit hereinkommen.

Wird also ein Text, ein Buch oder ein E-Book irgendwo entdeckt und das darin Geschriebene interessiert, mag es zwar bestenfalls (meist weit unter Wert) vereinzelt gekauft werden, doch zumeist wird nur heraus kopiert, was möglich ist, und alles oder einzelne Seiten bzw. Abschnitte werden bedenkenlos herumgeschickt und weitergereicht, ja sogar in Mengen verkauft, auf Kosten des Autors.
War es zufällig ein gutes oder sogar brillantes Buch, ist es dennoch für alle Zeiten "verbrannt" - kein vernünftiger Verlag oder eine seriöse Agentur werden sich ernstlich noch damit befassen.
Statt Erfolg und Einkommen bleiben dem Autor allein Frust und die aussichtslose Jagd auf Raubkopierer oder Plagiatoren. Für dieses Werk sind Autorenrechte und Copyright praktisch nicht zu schützen.

Hellhörig bei "Verlagen" sollten Autoren bei allen Bemühungen um Veröffentlichung immer werden, wenn einerseits die Herstellung ihres Buches zwar kostenlos sein soll, andererseits eine Mindestabnahme der eigenen fertigen Bücher zum "Sonderpreis" erfolgen soll. Darauf, wer hier erstmal gleich verdient oder zumindest keine Risiken und Kosten hat und wer in finanzielle Vorleistung gehen soll, braucht hier wohl nicht weiter eingegangen zu werden...

Alle Gründe sprechen also dafür, erst einmal auf dem altbekannten, herkömmlichen Weg allein oder über eine seriöse Agentur für sein Manuskript den richtigen Verlag zu suchen.

Anmerkung: Verlage, die diesen Namen verdienen oder entsprechende Literaturagenturen werden nie im Vorfeld für ihre Bemühungen oder bei Misserfolg Geld - insbesondere nicht für angeblich selbstverständliche Autorenzuschüsse - vom Autor verlangen.


Zu den ganz oben und am Anfang dieses Artikels beschriebenen Zuschuss „verlagen" ist noch zu sagen:
Wenn es gelingt, dem gutgläubigen, unerfahrenen Autor vor dem Druck seines Manuskripts zusätzlich noch viel Geld für Nebenarbeiten wie "Lektorat" etc. abzuluchsen, hat sich die Gaunerei dieser "Verlage" sehr gelohnt. Im Notfall beschränkt man sich auch ganz auf solche Neben „leistungen", bevor jemand letztlich vom Haken gelassen wird.
Unverzüglich werden weitere Opfer gesucht, die sich leider aus noch unerfahrenen Erstautoren immer wieder neu rekrutieren. Eigens dafür ausgesuchte und auf geschäftliche Grauzonen spezialisierte Rechtsanwälte treiben die ergaunerten Zahlungsverpflichtungen der betrogenen Autoren dann erbarmungslos ein.
Leider sind diese Praktiken, wie in vielen anderen Bereichen von Millionenbetrügereien, in unserem mitunter sehr fragwürdigen Rechtssystem normal und werden von der Justiz aus vielerlei Gründen geduldet.
Wobei es völlig normal und auch durchaus ratsam ist, Lektorate, Korrektorate und fachlich versierte Hilfe in Anspruch zu nehmen, unabhängig davon, ob Agenturen, Verlage oder freie Lektoren diese anbieten. Entscheidend ist die Verhältnismäßigkeit von Leistung und Honorierung.
Jeder sollte sich z. B. über diese Ganoven „verlage" und jedwede teuren Dienstleister erst einmal informieren, bevor er sein Manuskript vorschnell verschickt.
***

Thomas A. Kristott

Samstag, 5. Januar 2013

Hundewelpen, Milchzähnchen und gefährliches Knabbern


Wenn die Kleinen ihre ersten Zähnchen, ihr Milchgebiß bekommen, dauert es nicht lange, und sie knabbern an allem, was erreichbar ist. Die Gefahr ist groß, daß sie Metall (etwa beim ausschlabbern und auskauen von Futternäpfchen)-Kunststoff - oder Holzsplitter etc. verschlucken oder daß diese gleich im Hals Unheil anrichten. Hier hilft im Zweifelsfall mitunter noch rechtzeitig Sauerkraut fressen lassen (ins Futter geben), denn das Kraut windet sich im Darm um Fremdkörper und macht den Durchgang unschädlicher. Achten Sie immer darauf, daß ihr Welpe weder irgendeinen gefährlichen Gegenstand verschlucken kann noch Fremdkörper in Hals und Magen gelangen. Scharfe Fasern wie Bast etc. gehen, wie viele andere kleine Dinge, sogar spitze, zwar meist ohne Schaden anzurichten durch den Darm - jedoch ist Vorsicht angebracht, bei allen verschluckten Fremdkörpern. Auch Fasern - etwa aus Körben - verursachen durch die Scharfkantigkeit mitunter kleine Blutungen aus der Schleimhaut am After des Darms, kleine Schnittverletzungen, die nichts mit Darmblutungen durch Parasiten oder Krebs zu tun haben. Am Darmausgang tröpfelt nach der Kotabsetzung in diesen Fällen noch Blut, vermischt mit Schleim, nach. Auch hier Sauerkraut geben und jegliche weitere Faserkauerei unterbinden. Nur bei seltenen Infektionen besteht hier Gefahr. Abwarten und beobachten, Abheilung der kleinen Verletzungen ist recht sicher.

Erheblich gefährlicher sind längere Fäden, Schnüre, Angelsehnen etc. Der Darm kann u. a. lebensgefährlich abgeschnürt werden.

Die Kleinen zerkauen alles, was zerkaut werden kann, und auch die elektrischen Kabel werden nicht verschont. Diese sind besonders gefährlich, denn ein Stromschlag im Mäulchen, aus einem durchgebissenen Kabel, kann tödlich sein. Kabel und Verlängerungsschnüre, Verlängerungsdosen etc. sollen abgedeckt und gesichert sein, beobachtet werden und der Strom immer abgeschaltet oder aus der Steckdose gezogen werden, sooft es möglich ist, besonders, wenn der Welpe sich unbeobachtet an diesen Quellen aufhält, nachts etwa, wenn Sie schlafen. Küchengeräte, Mülleimer - ja Herdplatten - die Kleinen gelangen überall hin! Der eigene gemeinsame Haushalt, die Wohnungsteilung mit ihrem Menschen, ist gerade für sie extrem gefährlich.

Wie bei Kätzchen gilt in besonderem Maße oben dies alles insbesondere für die bedeutend stärkeren und beißfreudigeren Hundewelpen.
Alles, was ins Mäulchen und damit meist in den Körper gelangt, ist potentiell sehr gefährlich, kann den Tod der Kleinen oder schwere Verletzungen bedeuten. Dies gilt im gleichen Maße für abgeknabberte oder sonst geschluckte Farbreste von Anstrichen und viele Haushaltsflüssigkeiten, Reinigungsmittel etc., die alle sehr giftig sein können und vieles andere sonst.
Ähnlich wie bei Menschenbabys ist ungeteilte, absolut konzentrierte Aufmerksamkeit und Vorbeugung wichtig. Keine Plastikteile z.B., Plastikfressnäpfe (wenn, dann unzerstörbar dicke) und Kleinteile jeder Art an die Kleinen heranlassen. Keine häuslichen Pflanzen (auch draußen beim Gassigehen aufpassen), Holzteile aller Art, Tabakreste aus Aschenbechern etc., alles, was nicht ausreichend fest und dick ist, und fast alle möglichen sonstigen Kleinteile nie in Reichweite der Welpen liegen lassen!
Die Kleinen gelangen überall hin, sie klettern auch auf Stühle, sogar auf Tische. Unterschätzen Sie das niemals.
Keine offenen Toiletten etc- einfach alles, worauf ja auch bei Menschenbabys unbedingt geachtet werden muß.

Die Aufzählung und die Gefahrenmöglichkeiten können endlos fortgesetzt werden - machen Sie sich Gedanken, seien Sie der Umsorger und Beschützer, bevor es zu spät ist. Ihr Schmerz, die Selbstvorwürfe und der vermeidbare Tod des Tierchens sind grausam!

Auch für die ganz kleinen Welpen, die noch an der Mutter oder auch am Fläschchen saugen, gilt im Übrigen überwiegend das, was wir bei unserem Kätzchenartikel schrieben: Insbesondere aber keine Kanülen für die Milch, Feingefühl, Ruhe und Zartheit, immer ermöglichen, daß die Kleinen nuckeln und saugen können, was nur möglich ist, wenn sie dafür das Mäulchen schließen und mit der kleinen Zunge die Aufnahme der Milch regeln, notfalls ausspucken und so nichts über die Luftröhre in die Lunge bekommen können. Lesen Sie dazu den Kätzchenartikel.

Thomas Kristott

Montag, 10. Dezember 2012

Katzenschicksale im Winter

Der Monat Dezember brachte unmittelbar nach Beginn Schneemassen und eisige Kälte. Etliche ausgesetzte aber auch angeblich umsorgte Katzen und neugeborene Kätzchen verkriechen sich in Scheunen und Ställen oder in Verschläge; die Fütterung ist schlechthin ungenügend und mieserabel und ohnehin nur für den geringsten Teil der Katzen existent. Dominante Tiere mögen es da noch etwas besser haben, doch für die schwachen und kranken bleibt kaum etwas übrig. Die kleinen Kids sterben an Unterernährung und Kälte. Viele Katzenfamilien werden getötet, verjagt oder verbringen ihre Tage im günstigsten Fall in einem überfüllten Tierheim, im Käfig - dort nicht selten den Tod durch Euthanasie im Nacken.

Das Tierschutzgesetz schreibt eine generelle Kastration der in Hof und Scheunen vegetierenden Katzen nicht vor. So leidet jede neue Katzengeneration auf´s neue - ihre "Eigentümer" kalkulieren ihren Tod als willkommene Natürlichkeit ein, ob überfahren, erkrankt, erfroren oder verhungert.

Die Zahl der überlebenden Katzen bleibt für sie somit überschaubar, wenn nicht, werden ganze Katzenfamilien irgendwie entsorgt, wer interessiert sich schon dafür, die Tiere bleiben im menschlichen Gesetz ja nur eine Sache, und die brutale Tötung ist "Sachbeschädigung" oder allenfalls ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz - mit lächerlichen Strafen für die Täter.
Für viele Menschen, gewisse Hausbesitzer, Förster, Jäger und Bauern etc. sind Katzen unwillkommen oder allenfalls Mäusejäger, nur hierfür nützlich - jedes Gefühl fehlt für die sanften, sauberen, freundlichen und intelligenten Katzen, die sich gern und liebevoll für ein warmes Plätzchen, gutes Futter und Fürsorge den Menschen anschließen, sich einen Namen und Familienglück wünschen.
Doch sie dürfen Haus und Wohnung nicht betreten, müssen sich einsam draußen einrichten, in einem alten Eimer unter einer Treppe, in einem kalten Stall ohne genügend Stroh, in einem Mauerverschlag - bei jedem Klima, bei eisigen Temparaturen, bei Schnee, Matsch, Hagel und Regen.

Letztlich, wenn es nicht so traurig wäre, tun mir die Menschen, die sich hier selbst mit allem versorgen, von christlicher Nächstenliebe reden und nicht selten gerade zu Weihnachten letztlich nur an sich denken, leid. Die lebende Welt beherrscht derzeit ein Wesen - der Mensch - das großenteils gefühlskalt ist und eines Tages selbst die Rechnung dafür präsentiert bekommt.

Sonntag, 4. November 2012

Psychologie, 60 Jahre und keine Spur weise, die schlimmen, großen Fehlentscheidungen


Schicksalsschläge, überwiegend selbst verschuldet, falsche Entscheidungen, die uns an den Rand der Verzweiflung bringen:
Wenn alle Warnsignale zu äußerster Vorsicht, Hinweise und Anzeichen von sich anbahnenden Fehlentscheidungen von uns ignoriert werden, dann hat das oft unwiderrufliche und gravierend schlimme Folgen für uns. Mehr darüber möchten wir im nachstehenden Artikel schreiben (folgt).

Donnerstag, 30. September 2010

Gefahren für Abgabetiere

Ihre Katze hat Sie mit einem Wurf süßer Babies überrascht, und nun möchten Sie die Katzenkinder so schnell wie möglich in ein neues Zuhause abgeben - in gute Hände versteht sich! Am liebsten möchten Sie sich die Abgabe nicht durch irgendwelche Bürokratie oder gar eine Gebühr erschweren, und so entscheiden Sie sich für eine Anzeige in der örtlichen Presse: “Katzenbabies zu verschenken”... Doch halt: Was wissen Sie über die Menschen, die sich auf Ihre Anzeige melden, auch wenn sie noch so freundlich erscheinen? Es gibt leider viele schwarze Schafe unter den Interessenten! Oft antworten professionelle Tierhändler auf Anzeigen für kostenlose Tiere. Mischlinge werden von diesen Leuten z.B. als Rassetiere ohne Papiere weiterverkauft. Andere Händler verkaufen die Tiere an Versuchslabore weiter. Okkultisten suchen schwarze Katzen für Ritualmorde bei schwarzen Messen. Und auch dubiose Pelzhändler sind auf der Suche nach “kostenlosem Material" (Welpen sind für sie besonders interessant wegen des flauschigen Fells, zum Beispiel als Verzierung an Anoraks. Unter der Bezeichnung “Lipi” oder “Genotte” verbirgt sich das Fell der Hauskatze.) Weiterhin stehen Welpen in der Gefahr, als Schlangenfutter zu enden (Schlangen benötigen lebende Beute, und neben Nagern werden auch gern kleine Katzenwelpen verfüttert). Und Veranstalter von illegalen Hundekämpfen benutzen zum Scharfmachen ihrer Hunde gern die ein oder andere Katze. Wie aber kann man sich vor solchen Betrügern schützen? Man sollte sich auf jeden Fall vorher informieren, wohin das Tier kommt. Lassen Sie sich den Personalausweis des Interessenten zeigen und notieren Sie die Daten! Sehen Sie sich das neue Zuhause vor der Abgabe des Tieres persönlich an, schließen Sie einen Tierschutzvertrag ab. Schließen Sie einen Tierschutzvertrag ab und vereinbaren Sie, das Sie zu einem Kontrollbesuch kommen. Ganz wichtig: Ein Tier, das nichts kostet, ist für viele Menschen nichts wert und fliegt nur allzu schnell auf die Straße. Verlangen Sie daher auf jeden Fall eine Schutzgebühr!! Abgesehen davon, dass ihr Tier damit einen finanziellen Wert darstellt, lohnt sich hiermit die Anschaffung des Tieres für keinen Tierhändler mehr! Und lassen Sie sich im Vertrag bestätigen, dass das Tier nicht weitergegeben (verschenkt oder verkauft) werden darf! Bitte warnen Sie auch andere Menschen, von denen Sie wissen, dass diese ein Tier verschenken wollen!

(Für vorstehenden Beitrag danken wir unserer Quelle und Copyright: CAT-CARE Tierhilfe Kassel e.V., www.cat-care.de Auf der Seite von CAT-CARE Tierhilfe Kassel e.V. können Sie wichtige Hilfe-Hinweise auch als PDF herunterladen. ***)